Ziele der Weiterbildung
als ob sie das wären,
was sie sein könnten
und hilf ihnen,
das zu werden,
was sie werden könnten.
J.W. v. Goethe
„Gesundheit“ ist verzahnt ist mit allen Lebensbereichen. Daher geht es in der Gesundheitsförderung und in der Gesundheitspädagogik sowohl darum, den Einzelnen zu unterstützen, seine Gesundheit zu erhalten bzw. wieder zu erlangen als auch darum, das soziale Miteinander so zu gestalten, dass Gesundheit möglich ist.
Im aktuellen sozialen Wandel kann Gesundheitspädagogik nur erfolgreich wirken, wenn sie zwischen den jeweiligen Lebens- und Sinnwelten der Adressaten und den Erkenntnissen der Gesundheitswissenschaften und den durch diese transportierten Werten vermittelt. Gesundheitsförderung und damit verbundene Gesundheitserziehung kann als Maßnahme betrachtet werden, die sehr eng mit allgemeinen Sinn- und Wertfragen verflochten ist.
Gesundheitserziehung ist zu verstehen als Erziehung zu verantwortlichem Handeln gegenüber der eigenen Gesundheit wie auch gegenüber den gesundheitlichen Problemen der Mitmenschen, der Gesellschaft, der ganzen Erde. Sie ist nicht nur eine pädagogische und medizinische, sondern vor allem eine soziale und auch eine politische Aufgabe.
Die Anforderungen an die professionelle und persönliche Kompetenz von Fachkräften in der Gesundheitsförderung werden immer vielfältiger. Das wachsende Spektrum der sozialen und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen erfordert eine Erweiterung der Fachkompetenz und der persönlichen Kompetenz der MitarbeiterInnen.
Einen immer größeren Stellenwert erlangen Bereiche wie Hilfe und Beratung zur Erhaltung der Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter und die ergänzende Behandlung bei chronischen Krankheiten zur Stärkung der Selbstheilungskräfte. So entwickelt sich „Well-Aging“ und „Wellness“ zu Megatrends des 21. Jahrhunderts und ein expandierender Markt lädt zum Einsteigen ein. Die Bereitschaft von einer stetig wachsenden Zahl von Menschen nimmt zu, Geld zu investieren in Gesundheit und Langlebigkeit. Die Nachfrage nach kompetenten Fachleuten für Gesundheit wächst ständig.
Inzwischen sind 50% der Todesfälle Herz-Kreislauf- Todesfälle; 20% sterben an Krebs; über Rückenprobleme klagen 50% der über 50-Jährigen; psychosomatische Probleme haben 25% der HausarztpatientInnen; über Disstress klagen 70% der mittleren Angestellten. Hinzu kommen noch Alkohol- und Drogenprobleme - auch durch Aufputsch-, Schmerz- und Schlafmittel. Diese alarmierenden Zahlen machen deutlich, wie gut ausgebildete Fachkräfte für Gesundheitsförderung/ Gesundheits-Coaching in unserer Gesellschaft gebraucht werden
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an dem Bereich „Gesundheit“ wirkenden Berufsgruppen muss geübt und gefördert werden. Dies geschieht exemplarisch bereits während unserer Weiterbildung durch das Miteinander der TeilnehmerInnen mit unterschiedlichen Berufen in einem Lernteam.
nach der man sich sehnt,
die man verwirklichen möchte,
dann ist es auch kein Motiv,
sich anzustrengen.
Erich Fromm


